Käufliche Liebe 2.0: Erst die Begleitung, dann der Service.

Aber es sind eben nicht nur die Herren der Schöpfung, die neuerdings scheinbar kein Problem mit kommerzialisierten Liebesdiensten haben und deren Angebot in Anspruch nehmen. Auch in meinem weiblichen Bekanntenkreis und Umfeld hat sich ein durchaus weniger romantisches, dafür aber pragmatisches Bild etabliert, denn Escort scheint nicht länger ein Tabu-Thema zu sein – im Gegenteil. Immer mehr Frauen erzählen mir, dass sie bereits das ein oder andere Mal darüber nachgedacht haben, Kapital aus ihren Abenteuern zu schlagen

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Der Preis der scheinbar grenzenlosen Freiheit

Woher kommt das Gefühl der Rastlosigkeit und zumindest in regelmäßigen Abständen eintretenden melancholischen Zustände, die ein Gefühl der Ohnmacht und Lethargie mit sich bringen? Wer viel erlebt, muss auch viel verarbeiten. Die Seele braucht ihre Zeit. Man könnte sagen, die Schübe kommen quartalsweise. Wie die GEZ: braucht auch keiner, muss man sich trotzdem alle drei Monate geben.

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Monogames Single-Dasein: Sind Affären die neuen Beziehungen?

Also, was genau soll es denn dann werden? Eine Affäre ohne Besitzansprüche und Beziehungsverpflichtungen, ab und an mal sehen und eine entspannte gemeinsame Zeit haben, nicht wirklich im Leben des anderen präsent sein, aber trotzdem darauf verzichten, weitere Menschen zu treffen, obwohl es der/die andere eh nicht mitbekommt oder betrifft, zumal es einfach keinen gemeinsamem Alltag gibt?! Klingt unglaublich anstrengend und vor allem: seltsam.

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Liebe: Nicht weniger als Freiheit.

Freiheit in der Liebe. Freiheit im Alltag. Die Freiheit, das zu tun, wonach einem gerade der Sinn steht. Aber was ist eigentlich dieser Sinn und wodurch zeichnet er sich aus?Da unsere Gesellschaft zwar ein gewisses Maß an Freiheit garantiert, liegt es am Individuum selbst, ob es sich dafür entscheidet, die ihm offerierte Dosis Autarkie dankend zu empfangen oder nach mehr zu fragen.

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Die bisexuelle Bedrohung auf dem Weg, das Patriarchat zu zerschlagen.

Aber warum schaffen wir immer wieder neue Begrifflichkeiten, anstatt einfach das Konzept „Sexualität & Lust“ zu verstehen und vor allem zu begreifen, dass es sich hierbei um etwas Schönes/Geiles handelt? Warum kann sich in diesem Kontext scheinbar niemand genug diskriminiert fühlen? Zugegeben, die meisten der Begriffe musste ich erst einmal googlen, um wirklich sicher zu sein meine eigene sexuelle Ausrichtung und Intention bei der Suche korrekt darzustellen (Sapio bin ich also scheinbar nicht)… hört die Lust nicht hier schon auf?

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Skirt Club - Zelebrierung der Weiblichkeit

Ich bin auf jeden Fall froh, dabei gewesen zu sein und habe an dem Abend viel über mich gelernt – auch im Nachhinein noch. Danke dafür und danke außerdem für die freundliche Begrüßung, herzliche Aufnahme in die Community und Ermöglichung dieser Erfahrung in einem sicheren Rahmen, der mir bereits beim Eintritt ein Gefühl der Offenheit und Authentizität auf surreale Art und Weise vermittelt hat.

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Glaube, Dating, Hoffnung: Vom Ungleichgewicht des Datingmarkts im Jahr 2019.

GASTBEITRAG VON FRAEULEIN O.

Mit jedem weiteren Swipe nach links sehe ich meine Felle davonschwimmen. Ich, das bin ich: Julia, 29 Jahre, aus Berlin, berufstätig, Fleischesserin, lesbisch. Single. Seit über zwei Jahren. Ein Blick auf meine, um qualitative Anmerkungen *räusper* bereinigte, Dating Bilanz der letzten 14 Monate enthüllt eine Zahl: 25. 25 Frauen, die ich innerhalb dieses Zeitraums gedatet habe — einige intensiver, andere weniger intensiv.

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Dating App Romantik: Wie Tinder, Lovoo und Co. mit unserem Bedürfnis nach Nähe spielen.

Aber trotz all unserer Offenheit geht auf Tinder nicht viel mehr, als sich gegenseitig Frustrationen und enttäuschte Erwartungen hin und her zu schieben. Thanks god, there is TINDER PREMIUM. Matches for money – that’s what it’s all about. Auch die „Liebe“ hat ihren Preis. Na ja, immer schon gehabt, aber dann heißt das Prostitution und das hat in der Welt der Dating-Apps ja mal gar nichts verloren. Schließlich geht man(n) ja auch nicht in den Puff: wer zahlt denn für Sex? Wie arm ist das denn? Dann lieber Tinder Premium – 100€ für 6 Monate. Safe!

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Emotionaler Frühjahrsputz: erst das Drama, dann die Selbstbesinnung.

Wir entwickeln uns – im besten Fall – jeden Tag ein Stückchen weiter. Schließlich lernen wir jeden Tag etwas dazu. Darüber hinaus ist es doch auch schön, seine Meinung ab und zu mal zu ändern. Manche Erfahrungen muss man eben erstmal machen, bevor man sie wirklich abschließend beurteilen kann. Manchmal passieren Dinge oder zeigen sich Fügungen auf, die niemand hätte voraussagen können. Wollen wir uns vor diesen Eventualitäten etwa verschließen?

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Bedürfnisse: mein innerer Richter und ich.

Vielleicht ist vor allem das, das Problem: die eigenen Interessen und Bedürfnisse kennen und verstehen. Ich denke nicht jeder von uns, ist sich wirklich bewusst, was eigentlich tief in seinem Inneren vor sich geht. Wie auch? Bei dem ganzen (digitalen) alltäglichen Input ist es wahrlich eine Kunst, sich auf seine eigentlichen, persönlichen, echten Bedürfnisse zu konzentrieren.

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Wie ich mich in der Stille wiederfand.

Mein Weg führte mich in ein Meditationscenter, dass von Nonnen aus dem naheliegenden Kloster betrieben wurde. Hier sollte ich 5 Tage verbringen und gleich zu Beginn fühlte ich mich zwar nicht direkt wie Zuhause, jedoch irgendwie auch nicht fremd. Die Nonnen waren sehr freundlich. Autoritär aber dennoch warmherzig. Der erste Abend startete mit einer traditionellen Neujahrszeremonie inklusive Mönchsgesängen im naheliegenden Kloster.

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Selbstdarstellung:  Von früh-neuzeitlichen Banketten, Bällen und Empfängen bis Instagram.  

Aber woher kommt der Konformitätsdrang? Anpassung bedeutet Zugehörigkeit. Wir sind soziale Wesen, wir streben nach Anerkennung und Geborgenheit. Wie kann man es also dem Einzelnen Übel nehmen, sich hier und da nach dem allgemeinen Tenor zu richten und nicht aus der Reihe zu tanzen?! Tanzen macht Spaß, aber gemeinsam lassen sich schönere Choreographien entwickeln. Problematisch wird es erst, wenn diese unter Zwang entsteht.

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Erwachen.

Aber was genau sollte ich denn – witzigerweise – meiner Meinung nach verdrängt haben? Was passiert war? Nein, ganz im Gegenteil. Das war doch ständig in meinen Gedanken und ließ mich so rast- und ruhelos bleiben. Und vor allem schlaflos. Schlaf ist so wichtig. Das wird mir mittlerweile jedes Mal bewusst, wenn ich morgens nach einer achtstündigen Portion Schlaf aufwache und mich erholt fühle. Die Nacht nicht auf der Flucht war und auch nicht nach Hilfe suchen musste.

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Dating-Life einer Bisexuellen.

Es ist schon witzig, was man über die Jahre an Erfahrungen sammelt und dabei lernt, wenn man Männer und Frauen trifft. Irgendwann kann man beide Seiten verstehen. Zumindest ist es bei mir so. Ja Männer, ihr habt mein Mitleid. Frauen daten ist wirklich kein leichtes. Vor allem keine (eigentlich) Hetero-Frauen – da gebe ich euch Recht. Natürlich gibt es auch hier wieder Ausnahmen, denn Ausnahmen bestätigen ja bekanntlich die Regel.

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Co-Depression: Geteiltes Leid ist immer noch Leid.

Depressionen sind eine fiese Angelegenheit. Von innen wie von außen betrachtet. Co-depressiv, ein Zustand den ein Mensch erreichen kann, nachdem er nur lange genug mit einem „wirklich“ kranken/depressiven Menschen verbracht hat. Die Empathie ist es schuld. Lachen ist ansteckend, Weinen jedoch manchmal auch. Jemanden, der einem vermutlich sehr nahe steht leiden zu sehen erst recht. Jeden Tag, jeden Tag aufs Neue. Alles ist schwarz, war eigentlich immer schon schwarz und wird auch weiterhin schwarz bleiben.

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