Befreie deinen Geist.

How to live a perfect life?! – Zusammengefasst trifft das die Botschaft eines jeden Werbeslogans. Ständig wird uns erklärt was wir machen, sagen, dürfen, sollen, zu wollen haben, wonach wir streben müssen, worauf wir achten müssen und noch weitere, sich der Vorstellungskraft vieler entziehender Dinge. Aber das alles ist nicht so schlimm wie die uns dadurch verloren gegangene Kontrolle über unser Wissen, unser kritisches Denken. Das verstehen leider viele nicht. Es ist bestimmt einfacher, wenn man Dinge nicht weiß, nicht wissen will, nicht wahrhaben will, ausblendet, verdrängt, sich schön redet. Wie auch immer.

Enjoy your li(f)e – but.. which is yours? Tja, auch das wissen leider viele nicht. Aber auch das ist keine Ausrede, denn wie Kant schon sagte: Habe den Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! (Sapere aude!) Kant war ein Mann der Aufklärung. Jemand, der bereits über seine Zeit hinaus dachte, indem er die Vergangenheit und das Jetzt reflektierte. Damit war er einigen anderen weit voraus. Er hinterfragte das Jetzt und vor allem sich selbst ebenso wie die Gesellschaft. Er dachte kritisch, er übte Kritik. Kritik. Konstruktive Kritik. Darin steckt Konstruktion. Etwas konstruieren, darum geht es doch letztendlich. Das alte Überdenken und mittels Erfahrungswerten Neues, Besseres konstruieren.

So funktioniert Fortschritt. Aber erst einmal das Zitat, ich schweife ab, ich weiß. „Die Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen.“

Inspiration. Egal auf welche Art. Ja auch auf sexuelle Art. Dabei kann man übrigens auch unglaublich viel bei über sich lernen. Und über menschliches Verhalten allgemein. Nur so ein Tipp. Nicht immer direkt Alles und/oder Jeden verurteilen, der anders ist. Anders bedeutet nicht falsch. Anders bedeutet auch nicht besser. Aber es bedeutet Umdenken und Umdenken erfordert Bewegung. Und Bewegung bedeutet Fortschritt. Manchmal auch Rückschritt. Aber Rückschritt hat schon Revolutionen hervorgebracht, was Stillstand hingegen nicht von sich behaupten kann. Perspektivwechsel.

Entdeck dich selber, entdeck die Anderen, entdeck was Neues, entdeck was Altes, entdeck was Verrücktes, entdeck was, was du nie zu suchen geglaubt hast. Am Ende steht die Erfahrung und das ist wieder etwas was uns alle letztlich eint: wir sind alle ein Produkt unserer Erfahrungen, Geschichte und vor allem unserer Gedanken.

Endstation: Erkenntnis!

 

 Photo by Kilian Amrehn (www.kilianamrehn.com)